Sonntag, 6. Dezember 2009

SOL- ein Rückblick

Ich muss gestehen, dass ich nicht ganz ohne Vorurteile diesen Kurs besuchte. Ich hatte schon so oft ähnliche Kurse besucht und bis jetzt war mir noch keiner nützlich erschienen.
Trotzdem freute ich mich ein wenig, nicht den strengen Schulalltag eine weitere Woche ertragen zu müssen und ging dementsprechend neugierig in die erste Kurssitzung.

In den ersten 3 Lektionen bestätigte sich mein Vorurteil. Die Lesung, die wir hörten, gefiel mir sehr, jedoch die Arbeit, die daran anknüpfte weniger. Strukturlegetechnik! An sich eine gute Idee, sicherlich. Aber erstens ist diese Technik allen bekannt, und zweitens ist sie nur sehr beschränkt einsetzbar, da sie ganz einfach zu viel Aufwand fordert. Frau Brechbühl überwachte unsere Leistungen, übersah aber, dass 3/4tel der Klasse zeichnete oder zumindest nicht zuhörte. Ich hätte mir im Kurs gewünscht, dass wir Tipps kriegen, nur kleine Dinge, die uns wirklich was bringen. Doch anstatt das Thema, dass uns ja alle betrifft und dementsprechend interessiert, so zu gestalten, dass wir alle profitieren, wurde über unwichtige und mühsame Techniken gesprochen, die meistens bekannt oder unnütz waren.

Frau Brechbühl besuchte dann unsere Lektionen und schrieb fleissig mit.
Ich fragte mich: "Was schreibt sie wohl auf? Sieht sie Dinge, die wir verbessern könnten, um ein besseres Resultat zu erzielen? Macht sie sich Gedanken, über die Art, wie wir uns im Unterricht verhalten oder wie der Unterricht gestaltet wird? Sie wird doch etwas machen müssen?"

Ich war also sehr neugierig und gespannt als ihr das Wort zum Schluss der Stunde überreicht wurde.
Doch alles was kam, war: " Ist diese Struktur klar?"
Was für eine Struktur? Wir hatten über Texte gesprochen, über Vorträge...wo bitte schön war da eine Struktur?
Ich verstand nicht, was uns diese Person beibringen wollte und für welchen Verdienst sie Geld kassierte.
Trotzdem hatte ich fragen zu einigen Themen und stellte diese natürlich auch.
Aber dann ging Frau Brechbühl nicht darauf ein, oder sie wich vom Thema ab, sobald ihr die Richtung unangenehm war. Das fand sehr Schade, denn genau diese Punkte, die dort angesprochen wurden, waren für mich wesentlich und interessant, im Gegensatz zum Rest des Kurses.

Fazit: Der Kurs war meiner Meinung nach ein Reinfall.

Ich möchte aber anbringen, dass die Idee der Schulleitung grundsätzlich sehr gut war.
Abwechslung haben wir alle nötig und in so einer Form wäre das eine sehr gute Sache. Wäre. =)

Sonntag, 22. November 2009

Zusammenfassung: "Wir lachen viel im Schulzimmer"

Das zwanzigjährige Liceo Artistico in der Enge, bietet den zwei dort unterrichtenden Lehrerinnen Scola und Lanfranchi eine Heimat. Die in Italien aufgewachsene Frau Scola hatte Anfangsschwierigkeiten mit dem Deutsch und fand, nachdem sie Mathematik studiert hatte, schliesslich die perfekte Kombination ihrer Kultur und der neuen, im Liceo Artistico. Auch für Frau Lanfranchi verbindet das Liceo Artistico die Leidenschaft für beide Sprachen und Kulturen.

Obwohl die Lieceoaner etwas schlechter in Mathematik abschnitten, ist Frau Scola der Meinung, dass die künstlerisch veranlagten Schüler durchaus Potenzial besitzen und auch eigensinnige Lösungsvorschläge einbringen und damit ein erstaunlich gutes Resultat erzielen.

Eine weitere Besonderheit bildet die zweisprachige Unterrichtsform des Liceos.
da ein Drittel der Schüler deutschsprachig sind, müssen sie das Italienisch zunächst lernen und werden dann auch in der Mathematik damit konfrontiert. Frau Lanfranchi findet jedoch dies fördere die Konsentration und bilde für viele einen Neuanfang.

Dadurch, dass Lehrer, wie Schüler, eine neue Sprache lernen, in diesem Fall Italienisch und Deutsch, entstehen viele lustige Fehler. Es gibt also immer viel zu lachen und es entsteht ein gutes Klima.

Es werden jeweils 8 italienische Lehrer für 5 Jahre ans Liceo Artistico geschickt.
Dabei prallen die beiden Unterrichtsformen der Länder etwas aufeinander, aber durchaus im positiven. Vor allem die Kunstfächer unterscheiden sich in einigen Punkten, was neben Verwirrung zu Inspiration führt.



Ich habe den interviewähnlichen Text in einen iformativen Text, ohne Fragestellung und genauerem Beschrieb, umgewandelt.
Details und genauere Ausführungen habe ich gänzlich weggelassen.

Mittwoch, 11. November 2009

Bewertung Selma/Mirijam

Selma:

Die Aufgabe war es, einen Rückblick der vergangenen Studienwochen in Varese zu verfassen und ihn mit einem Zitat zu versehen. Meiner Meinung nach hat Selma ein sehr schönes Beispiel für ein Zitat gewählt. Es ist ein Zitat, dass nicht jeder kennt, also schliesse ich daraus, dass sie Zeit aufgewendet hat, eines zu finden. Mir persöhnlich gefällt das Zitat und es ist ausserdem äusserst passend.
Auch die Art und Weise des Zitierens, war korrekt.

Mir hat gefallen, dass Selma ihren Text klar strukturiert hat und somit einen sehr guten Überblick verschafft hat.
Sie hat die erste Woche knapp aber gut zusammengefasst, so dass die Spannung nicht nachliess.

Auch die zweite Woche beschrieb sie schnell und gut.

Ein weiterer positiver Punkt ist, dass sie ein Feedback gibt, am Schluss des Textes.
So sagt sie klar und deutlich ihre Meinung und unterstützt ihr Geschriebenes. Selma hat die Aufgabestellung mit Humor und sicherem Schreibstil gelöst.

Allgemein finde ich den Text sehr gut und gedenke deshalb eine 5 zu geben.



Mirijam

Als erstes möchte ich gerade ein grosses Lob aussprechen!
Das Zitat ist beinahe schon perfekt gewählt!
Ich selbst muss zugeben, dass ich nicht auf die Idee gekommen wäre, ein italienisches Zitat, dass auch noch so passend ist, zu suchen. =)
Mir hat ihr Text sehr gut gefallen. Mirijam hat, meiner Meinung, nach die Aufgabe sehr gut gelöst! Sie hat eine Zusammenfassung, die mich exakt an meine erinnern, mit viel Humor verpackt. Als ich den Text las, musste ich wirklich teilsweise lächeln! Ausserdem hat mir sehr gefallen, wie man mit dem Geschriebenen mitfühlt während dem lesen und gerade ich, die quasi das selbe erlebt habe, konnte sie genau verstehen!

Das einzige was diesem Text villeicht fehlt, ist eine klarere Strukturierung, z.B mit mehreren Absätzen, ansonsten gibts Nichts zu meckern!=)

Ich würde ihr für diese bemerkenswerte Arbeit eine 5.5 geben.

Donnerstag, 5. November 2009

"Ein Freund ist, wer Dich für gutes Schwimmen lobt, nachdem Du beim Segeln gekentert bist"~Werner Schneider

Wir waren alle aufgeregt, da wir an jenem Samstag unsere Gastfamilie und auch die anderen Schüler, kennenlernen würden. Wir sammelten uns in einem Raum und wurden einander vorgestellt. Das war sie also, meine Austauschschülerin. Ich hatte bereits mit ihre gechattet, somit war sie mir nicht ganz fremd und ich freute mich sie zu sehen. Wir gingen zum Parkplatz und verabschiedeten uns von unseren schweizerischen Freunden. Nun ging es also los. In eine fremde Familie, nein schlimmer, in eine fremdsprachige, fremde Familie! Als erstes lernte ich den Vater, Roberto, kennen. Er schien nett zu sein, doch zunächst sprach er nicht viel. Wir fuhren ca. 10 Minuten und als wir durch enge Gassen, in einem Höllentempo ( so wie wir uns die Italiener vorstellen) , gekurft waren, kamen wir schliesslich an einem niedlichen Häuschen an.

Di "Mamma" begrüsste mich umschwänglich und küsste und umarmte mich grossherzig. Auch die Schwester meiner Austauschschülerin begrüsste mich und machte auf mich einen sehr netten Eindruck. Später lernte ich dann noch die Grossmutter kennen, die im gleichen Haus wohnt. Zu meiner grossen Freude hat die Familie einen kleinen Hund namens "Pegi". Ich fühlte mich noch nicht so richtig wohl und wusste nicht so recht wie ich mich verhalten oder was ich sagen sollte. Schliesslich war ich froh, als wir das Haus verlissen, um an eine kleine Wilkommensfeier zu gehen. Wir trafen uns mit einigen Ausauschschülern und ich stürzte mich auf die bekannten Gesichter aus Zürich.=) Unsere Austauschschüler hatten sich wirklich mühe gegeben! Sie hatten sogar ein Plakat aufgehängt mit einem Wilkommensgruss!
Trotzdem war die Stimmung etwas angespannt. Die Tische waren klar nach Nationalität aufgeteilt. Schliesslich begannen wir zu essen. Die Pizza schmeckte vorzüglich und es schwar schön "Schwiizerdütsch" reden zu können. Nach dem essen begannen dann einige mit dem "Töggelichaschte" zu spielen. Es wurde laut!:D Wenn ich die italienischen Jugendlichen mit nur einem Adjektiv beschreiben müsste, wäre es wohl laut! Die Stimmung wurde immer ausgelassener: Musik wurde gespielt, es wurde getanzt und man lernte sich immer besser kennen. Später am Abend bildeten einige von uns, unter anderem ich, einen kleinen Kreis und wir sangen zusammen italiensiche Lieder wie Sere Nere, Per dimenticare oder auch Indietro. Ich fühlte mich sehr wohl und es war eine sehr schöne Stimmung. Einfach zusammen zu sitzen und zu singen. Ich hatte dies wohl zuletzt im Cevilager vo 6 Jahren gemacht:).
Der Abend war sehr schön. Das Eis war gebrochen und ich freute mich auf weitere schöne Erlebnisse mit unseren neuen Freunden.

Ich finde es bemerkenswert wie man, ohne einander zu kennen, ohne die Sprache perfekt zu sprechen, Freunde finden kann und sich in wenigen Stunden so vertraut machen kann.
Ich habe in den vergangenen Wochen unglaublich viel gelernt, über die Sprache, über die Kultur aber auch über die Freundschaft und das sind wunderschöne Erfahrungen, die ich nicht missen möchte!

Samstag, 26. September 2009

Der Bergsturz von Elm-wie eine Welt, meine Welt, zerbrach

http://www.news.ch/Der+Bergsturz+von+Elm/251865/detail.htm



Es war der 10 September und ich sass mit meinen Schwestern und meiner Mutter im Wohnzimmer und nähte. Ich war damals 8 Jahre alt. Vater war noch nicht da. Er kam oft erst spät nach Hause, da er beim Schieferabbau arbeitete. Es war ein harter Job, aber wir waren 7 hungrige Mäuler und ausserdem war dieser Beruf in Elm das naheliegenste. Es regnete in Strömen und ich wurde das Gefühl nicht los, dass dieser Regen nichts Gutes verhiess. In letzter Zeit hatte es immer wieder kleinere Felsabbrüche gegeben. Ich fühlte eine undefinierbare Angst in mir, doch ich bemühte mich unbeschwert meiner Arbeit nachzugehen.

An den Wänden der Häuser lief der Regen in Bächen hinunter, Flüsse quollen über und niemand wollte auch nur einen Fuss nach draussen setzen. Ich blickte aus dem Fenster und bemerkte das eine Person im tosenden Unwetter auf unser Haus zulief. Ich rief: "Mama, Mama, sieh doch, wir kriegen Besuch!" Ich rannte zur Tür, als diese aufschwang und Martha, die Dorfälteste triefend hineintrat. Ihre tropfnassen Haare klebten ihr im Gesicht. Sie liess sich in einen Sessel fallen und blickte uns mit ihren weisen Augen an. Mich schauderte es, als ich sah, dass sich Unheil in ihren grauen, vom Alter trüben Augen, spiegelte. Sie war gekommen um uns etwas Böses zu überbringen, dass dachte ich mir.
Ich betrachtete sie gespannt, als sie endlich sagte:
"Der Berg wird uns alle verschlingen. Flieht, solange ihr noch könnt! Ich werde hier bleiben. Dies war die Heimat meiner ganzen Verwandschaft, ich bin alt und schwach, ich werde hier meine letze Ruhe finden. Es dauert nicht mehr lange und wir werden alle unter dem Geröll begraben."
Ich erschrack. Der Berg? Er hatte uns doch stets Schutz geboten! Woher wusste diese Frau das?
Meine Mutter sprach: " Bei allem Respekt, Martha, wieso sollten wir alles was wir haben zurücklassen für etwas das wir nicht einmal beweisen können? Ausserdem..woher sollst du das wissen? Wieso sollten wir dir glauben?"
Martha erhob ihre Stimme: " Ich kenne diesen Ort besser als mich selbst. Ich lebe hier seit ich geboren wurde. Meine ganze Generation lebte hier. Ich kenne jeden Bewohner und jeden Baum. Der Wind flüstert mir Dinge zu und selbst der Himmel erzählt mir Geschichten. Glaubt mir nicht und wählt den Tod." Mit diesen Worten erhob sie sich und ging.

Wir sassen noch lange schweigend da, ehe meine Mutter uns ins Bett scheuchte.
Ich hörte noch, wie sie lange mit Vater über den seltsamen Besuch sprach. Er lachte auf, als Mutter ihm von der Voraussage der alten Martha erzälte.
Ich lag noch lange wach in dieser Nacht. Wir würden nicht fliehen, das wurde mir bewusst. Ich wollte mein Zuhause nicht zurücklassen und trotzdem fragte ich mich, wieso niemand auf die Frau hörte.

Ich erwachte am nächsten Tag durch einen lauten Knall. Ich rannte vor das Haus und sah wie dutzende Menschen in Panik umherliefen. Es war ein weiterer Sturz erfolgt und diesmal war er verherender als je zuvor. Die Leute rannten umher und versuchten ihr Hab und Gut zu retten. Steinbrocken, so gross wie Autos, rollten bedrohend vom Berg hinab und Staub umgab das gesamte Tal. Ich begann zu laufen. Ich erblickte meine Mutter in Mitte der Menschen und rief ihren Namen verzweifelt. "Mutter!Mutter!", doch der Lärm der verängstigten Leute verschluckte meine Rufe. Ich lief ins Haus und nam meine kleinste Schwester auf den Arm, sie war gerade mal 2 und weinte. Nun packte ich meine anderen Geschwistern am Arm und gehiess ihnen weg vom Dorf zu laufen.
Plötzlich knallte es erneut und diesmal noch lauter. Ich blickte nicht zurück als ich rannte, erst einige Minuten später wagte ich es. Ich sah wie Tonnen von Stein auf die Häuser aufschlug. Der Staubnebel liess das ganze unwirklich erscheinen und ich traute meinen Augen nicht als ich in dem ganzen Durcheinander unser Haus sah. Zertrümmert und fast nicht wiedererkennbar lag es unter den Steinen. Mein Haus. Meine Kindheit.
Ich konnte nicht mehr klar denken. Wo war meine Mutter? Wo mein Vater? Was konnte ich tun?
In diesem Moment bemerkte ich, dass eine meiner Schwestern fehlte. Mein Herz schien auszusetzen. Ich befahl den anderen sich nicht von der Stelle zu rühren und rannte zurück ins Getummel.
Ich schrie und lief, aber ich fand sie nicht. Ich konnte nicht aufhören ihren Namen zu rufen. Schliesslich fand ich sie unter den Trümmern eines Gebäudes. Ich brach zusammen und flüsterte ihren Namen, immer und immer wieder.

Ich musste wohl ohnmächtig geworden sein, denn als ich aufwachte befand ich mich im Krankenhaus. Schwestern eilten umher und redeten aufgeregt durcheinander.

Später erfuhr ich dass an jenem Tag 114 Menschen ihr Leben liessen, darunter mein Vater, meine Mutter und meine kleine Schwester. Meine anderen Geschwister hatten zwar Verletzungen, doch sie lebten.

Ich muss immer wieder an jene Frau denken. Hätten wir ihr doch geglaubt! Sie musste ein Engel gewesen sein.
Es fällt mir schwer mich heute an diesen Tag zu erinnern. Den Tag, als meine Welt zerbrach.

Sonntag, 13. September 2009

Blog websites- eine kreative Art sich vorzustellen

Es ist ein langweiliger Sonntag Morgen und ich strefe im Web umher.
Ich stosse auf eine sogenannte Blogseite und schaue mich etwas um.
Ich durchstöbere, ohne etwas spezielles zu suchen, die verschiedenen Blogeinträge:
"Fertigatio"- langweilig.
"Glaubensfragen"- ich muss etwas schmunzeln, nicht so mein Stil.
aber da:
Ich entdecke einen User mit dem Nicknamen: TheMystery
Ich werde neugierig und besuche sein Profil.
Die Person schreibt über alte Mythen, über Werwölfe und Vampire, über Hexen und Geister.
Ich erkenne durch die Texte nicht etwa ob der User wirklich an diese Dinge glaubt aber ich beginne mir vorzustellen wie dieser Mensch ist, was ihn dazu bewegte solche Dinge zu hinterfragen und ich frage mich selber, was ich darüber denke. Mir fällt auf, dass seine Seite ganz in schwarz gestaltet ist. Das Profilbild zeigt ein abstraktes, düsteres Gemälde, das an einen Sturm erinnert...

Aber genug von dem schwarzen Unbekannten.
Ich wollte nur zeigen, dass für mich ein Blog eine Art ist sich auszurdücken.
Ohne andere Menschen zu kennen, erfahren wir einiges aus der Art wie die Person schreibt oder auch nur aus der Gestaltung der Seite. Wir identifizieren uns mit Themen, Farben und Eindrücken, die sich der Leser merkt und sie versucht zu interpretieren.

Auf einer solchen Seite kann jeder auf kreative Weise ausdrücken, was er vielleicht nicht sagen würde. Jeder kann sein wer er will. Und vor allem kann er tun was er will. Dem Schreiben von Blogs ist keine Grenze gesetzt. Es gibt keine Regeln, man kann nichts falsch machen.
Und genau das ist es, was solche Seiten besonders und interessant macht.

Donnerstag, 3. September 2009

typografisch

Typografisch meint: Die Typographie betreffend, zu ihr gehörend, auf ihr beruhend. Daraus schliessen wir, dass typographisch das Adjektiv zu Typographie ist. Ich definiere: Die Typographie ist die Kunst des Buchdrucks. Jene entstand im 17. Jh. Aber nicht nur die Kunst im allgemeinen, sondern heute vor allem die kreative Gestaltung eines Druckwerks gehört zur Definition. Dazu gehört die Wahl von Schriftart- und Grad, die Platzierung des Satzes auf der Buchseite und der Titel. Auch Papier und Einband müssen von der Typographie mitbestimmt werden. Typographie macht also schlussendlich die Wahrnehmung des Textes aus, mit all seinen Finessen.

Ich nehme ein römischhes Dokument als Bsp. Typographisch wären hier die römischen Zahlen, sowie Buchstaben. Ausserdem das Material, also Papyrus, sowie die benutzte Tinte.

Der Begriff stammt aus dem Griechischen und basiert auf der Bedeutung des eng verwandten Wortes "typisch", was soviel wie typus gemäss, eine Art oder ein Einzelwesen besonders kennzeichnend, bedeutet.




Signal

Das Wort Signal greift auf das lateinische Adjektiv signalis "bestimmt ein Zeichen zu geben" und dem dazugehörigen Nomen signum "Zeichen, Siegel" zurück.

Signal kann auf sehr viele Weisen verstanden werden. Man gibt ein Signal, also man hebt z.B die Hand um zu zeigen, dass man anwesend ist. Aber auch Morsen und SOS sind internationale Zeichen bzw Signale der Verständigungen. Von diesen Lichtsignalen reicht die Bedeutung des Begriffs weiter bis zu Ampeln, die ebenfalls das Signal zu gehen oder zu warten geben. Dies waren einige Beispiele im Alltag, nun aber zu Textualität und die Funktion des Wortes in der Textlinguistik.

Im Falle der Textualität meint das Signal ein eindeutiger Textualitätshinweis, also der Beweis oder Verdacht, dass ein Text vorliegt. Ich mache einen Beispielsatz:

Textualitätshinweise sind Signale für den Leser, dass er sich um einen Text handelt.

Ein weiteres Beispiel:

Sieht der Leser bie einem Buch "The End" am Schluss, so signalisiert ihm das das Ende des Buches druch de Begrenzbarkeit.

Donnerstag, 27. August 2009

Die Musterhaftigkeit

Die Musterhaftigkeit ist eine Eigenschaft, die sich in jedem Text wiederfinden lässt. Verbunden mit Verknüpfungshinweisen lässt uns die Musterhaftigkeit sofort erkennen in was für einer Art der Text aufgebaut und verfasst ist. Musterhaftigkeit bezieht sich nicht nur auf den Inhalt, sondern auch auf den Schreibstil. So ist im Falle eines Gedichts durch den Reim ein gutes Beispiel für charakteristische Musterhaftigkeit erkennbar. Die Beschaffenheit oder auch Musterhaftigkeit eines Textes basiert auf den anderen Textualitätshinweisen. Liest man also z.B den Satz „Es war einmal“, so verbindet bzw. verknüpft man dies automatisch mit einem Märchen. Ein Märchen besitzt wiederum eine bestimmte Musterhaftigkeit, also z.B den Aufbau der Sätze. Die Sprachlichkeit spielt demnach eine wichtige Rolle.

Ein weiteres Exempel wäre ein Kochbuch: Ausdrücke wie „man nehme“ sind uns wohl bekannt und nur schon der Titel „Betty Bossi“ lässt uns erahnen wie das Buch aufgebaut ist und was für einen Inhalt es wohl haben wird. Die Vertrautheit mit den Ausdrücken und Sätzen ist hier wichtig.

Die Musterhaftigkeit schränkt unser Denken soweit ein, dass wir auf ein Genre aufmerksam werden oder es uns zumindest erahnen. Aber nicht nur Ausdrücke weisen auf die Musterhaftigkeit eines Textes hin. Bereits der typische gelbe Einband des Dudens lässt uns an die Struktur des Wörterbuchs denken. Wir stellen uns das Alphabet vor und wie die vielen Wörter darunter aufgelistet sind. Der Duden besitzt immer dieselbe Musterhaftigkeit; davon gehen wir aus.

Für eine knappe Erklärung des Begriffs Musterhaftigkeit verwende ich das naheliegendste Beispiel: das Muster.

Ein Muster ist eine Abfolge bespielsweise von Linien, die sich immer wieder gleich „schlängeln“. Der Aufbau der Linien lässt uns erahnen wie es weitergehen wird und wir erkennen die Struktur des Musters: die Musterhaftigkeit!

Samstag, 22. August 2009

Andorra-so alt und doch so neu

Ich las Andorra vor ca. einem halben Jahr. Wir hatten den Auftrag bekommen dieses kleine, so unbedeutend aussehende Taschenbuch in der Schule zu lesen.
Ich bekam also eines der Exemplare: Andorra, Stück in zwölf Bildern, Max Frisch.
Ehrlich gesagt klang dis für mich nicht sonderlich interessant und ich stellte mich auf einen relativ langweiligen Unterricht ein.
Schliesslich begannen wir zu lesen.
In langen Dialogen erzählt Max Frisch von Andri, dem Juden, der nur wegen seinem "Judensein" als anders angesehen wird. Er wird zwar nicht sonderilch schlecht behandelt, aber doch immer nicht wie die Anderen. Dises Gefühl des Nicht-dazugehörens begleitet einem das ganze Buch hindurch und man fühlt dem Jungen richtig nach. Ich verstand nicht richtig was mein Leher damit meinte als er sagte: "Dieses Buch gehört zu den besten der deutschen Literatur."
Erst Wochen später als ich es schon längst fertig gelesen hatte, begann ich über die Geschichte und das Schicksal dieses Jungen nachzudenken.
Ich stellte mir Fragen um Fragen:
Wieso machte niemand den Mund auf, als Andri verurteilt wurde, einen Mann getötet zu haben, obwohl dies gar nicht möglich war? Warum war die Menschlichkeit der Dorfbewohner nicht grösser als ihre eigene Angst? War es denn gerecht gewesen diesem Jungen das Andersein beinahe aufzudrängen? War er es nicht der am menschlichsten war? Und vorallem stellte sich mir die Frage:
Ist es nicht Heute genau so?
Wir alle wissen von den Kriegen, von der Brutalität, die täglich auf unserer Welt geschehen. Hier, dort und überall. Ob direkt vor unseren Augen oder meilenweit entfernt; wir wissen davon! Und doch ändert sich nichts. Ich denke Max Frisch hat sich genau diese Fragen auch gestellt und er versuchte genau mit diesem Buch all diese Gedanken auszusprechen, um uns endlich aufzuwecken. Diese Geschichte ist zeitlos, denn die Menschen werden wahrscheinlich nie daraus lernen und so werden sie für immer teil dieser Geschichte sein.
Wenn man mich fragen würde: "Magst du "Andorra"?", würde ich wahrscheinlich mit nein antworten. Ich mag die Geschichte nicht, sondern den Gedanken dahinter.
Andorra..so alt und doch so neu.