Donnerstag, 5. November 2009

"Ein Freund ist, wer Dich für gutes Schwimmen lobt, nachdem Du beim Segeln gekentert bist"~Werner Schneider

Wir waren alle aufgeregt, da wir an jenem Samstag unsere Gastfamilie und auch die anderen Schüler, kennenlernen würden. Wir sammelten uns in einem Raum und wurden einander vorgestellt. Das war sie also, meine Austauschschülerin. Ich hatte bereits mit ihre gechattet, somit war sie mir nicht ganz fremd und ich freute mich sie zu sehen. Wir gingen zum Parkplatz und verabschiedeten uns von unseren schweizerischen Freunden. Nun ging es also los. In eine fremde Familie, nein schlimmer, in eine fremdsprachige, fremde Familie! Als erstes lernte ich den Vater, Roberto, kennen. Er schien nett zu sein, doch zunächst sprach er nicht viel. Wir fuhren ca. 10 Minuten und als wir durch enge Gassen, in einem Höllentempo ( so wie wir uns die Italiener vorstellen) , gekurft waren, kamen wir schliesslich an einem niedlichen Häuschen an.

Di "Mamma" begrüsste mich umschwänglich und küsste und umarmte mich grossherzig. Auch die Schwester meiner Austauschschülerin begrüsste mich und machte auf mich einen sehr netten Eindruck. Später lernte ich dann noch die Grossmutter kennen, die im gleichen Haus wohnt. Zu meiner grossen Freude hat die Familie einen kleinen Hund namens "Pegi". Ich fühlte mich noch nicht so richtig wohl und wusste nicht so recht wie ich mich verhalten oder was ich sagen sollte. Schliesslich war ich froh, als wir das Haus verlissen, um an eine kleine Wilkommensfeier zu gehen. Wir trafen uns mit einigen Ausauschschülern und ich stürzte mich auf die bekannten Gesichter aus Zürich.=) Unsere Austauschschüler hatten sich wirklich mühe gegeben! Sie hatten sogar ein Plakat aufgehängt mit einem Wilkommensgruss!
Trotzdem war die Stimmung etwas angespannt. Die Tische waren klar nach Nationalität aufgeteilt. Schliesslich begannen wir zu essen. Die Pizza schmeckte vorzüglich und es schwar schön "Schwiizerdütsch" reden zu können. Nach dem essen begannen dann einige mit dem "Töggelichaschte" zu spielen. Es wurde laut!:D Wenn ich die italienischen Jugendlichen mit nur einem Adjektiv beschreiben müsste, wäre es wohl laut! Die Stimmung wurde immer ausgelassener: Musik wurde gespielt, es wurde getanzt und man lernte sich immer besser kennen. Später am Abend bildeten einige von uns, unter anderem ich, einen kleinen Kreis und wir sangen zusammen italiensiche Lieder wie Sere Nere, Per dimenticare oder auch Indietro. Ich fühlte mich sehr wohl und es war eine sehr schöne Stimmung. Einfach zusammen zu sitzen und zu singen. Ich hatte dies wohl zuletzt im Cevilager vo 6 Jahren gemacht:).
Der Abend war sehr schön. Das Eis war gebrochen und ich freute mich auf weitere schöne Erlebnisse mit unseren neuen Freunden.

Ich finde es bemerkenswert wie man, ohne einander zu kennen, ohne die Sprache perfekt zu sprechen, Freunde finden kann und sich in wenigen Stunden so vertraut machen kann.
Ich habe in den vergangenen Wochen unglaublich viel gelernt, über die Sprache, über die Kultur aber auch über die Freundschaft und das sind wunderschöne Erfahrungen, die ich nicht missen möchte!

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