Die Musterhaftigkeit ist eine Eigenschaft, die sich in jedem Text wiederfinden lässt. Verbunden mit Verknüpfungshinweisen lässt uns die Musterhaftigkeit sofort erkennen in was für einer Art der Text aufgebaut und verfasst ist. Musterhaftigkeit bezieht sich nicht nur auf den Inhalt, sondern auch auf den Schreibstil. So ist im Falle eines Gedichts durch den Reim ein gutes Beispiel für charakteristische Musterhaftigkeit erkennbar. Die Beschaffenheit oder auch Musterhaftigkeit eines Textes basiert auf den anderen Textualitätshinweisen. Liest man also z.B den Satz „Es war einmal“, so verbindet bzw. verknüpft man dies automatisch mit einem Märchen. Ein Märchen besitzt wiederum eine bestimmte Musterhaftigkeit, also z.B den Aufbau der Sätze. Die Sprachlichkeit spielt demnach eine wichtige Rolle.
Ein weiteres Exempel wäre ein Kochbuch: Ausdrücke wie „man nehme“ sind uns wohl bekannt und nur schon der Titel „Betty Bossi“ lässt uns erahnen wie das Buch aufgebaut ist und was für einen Inhalt es wohl haben wird. Die Vertrautheit mit den Ausdrücken und Sätzen ist hier wichtig.
Die Musterhaftigkeit schränkt unser Denken soweit ein, dass wir auf ein Genre aufmerksam werden oder es uns zumindest erahnen. Aber nicht nur Ausdrücke weisen auf die Musterhaftigkeit eines Textes hin. Bereits der typische gelbe Einband des Dudens lässt uns an die Struktur des Wörterbuchs denken. Wir stellen uns das Alphabet vor und wie die vielen Wörter darunter aufgelistet sind. Der Duden besitzt immer dieselbe Musterhaftigkeit; davon gehen wir aus.
Für eine knappe Erklärung des Begriffs Musterhaftigkeit verwende ich das naheliegendste Beispiel: das Muster.
Ein Muster ist eine Abfolge bespielsweise von Linien, die sich immer wieder gleich „schlängeln“. Der Aufbau der Linien lässt uns erahnen wie es weitergehen wird und wir erkennen die Struktur des Musters: die Musterhaftigkeit!
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