Freitag, 3. September 2010

Arbeitsjournal 2-erste Eindrücke

Es war also wieder Dienstag und wir begannen mit der Recherche.
Ich war gespannt. Da wir ein Thema haben, dass sich auf die Gesellschaft bezieht, nämlich die Risse in der Gesellschaft der Stadt, wusste ich nicht genau, nach was ich suchen musste. Wir wollten die Leute beobachten, ihre kleinen Fehler entdecken. Was, wenn wir nichts fänden?- Was, wenn es keine Fehler gäbe?

- Meine bedenken lösten sich in Luft aus, als wir uns nur schon ins Tram setzten. Wir gingen und fuhren durch die Stadt und erlebten mittendrin kleinere Skandale.(Genaueres über diese Skandale möchte ich hier aber noch nicht verraten)
Wir verbrachten 3 Lektionen in der Stadt, immer mit Notizblock und Stift bewaffnet. Was uns sehr half, war, dass wir zwischendurch immer verglichen, was wir aufgeschrieben hatten. Oft waren es verschiedene Sachen. Dies fand ich interessant, man merkte, dass jeder Mensch einen anderen Blickwinkel auf die Leute hat.

Ebenfalls versuchten wir uns an Orte zu begeben, wo wir auf viele spannende Ereignisse hofften.( Z.B: Grössere Plätze, die Bahnhofstrasse, Kaufhäuser usw.)Und diese Liste wird sich noch vergrössern. Ich war erstaunt, wie viel man entdeckt, wenn man sich mit Adlersaugen und gespitzten Ohren durch die Strassen schleicht.

Was mich auch überraschte war, dass mir, als ich meine Notizen am Abend noch einmal durchlas, später noch viele Kleinigkeiten mehr auffielen, die wir gesehen und vor Ort gar nicht als wichtige Situation wahrgenommen hatten.

Die Schwierigkeit bei der Recherche war, dass alles sehr schnell ablief. Oft wurde einem erst bewusst, dass etwas Gesuchtes passiert war, als der Moment bereits vorbei war. Die Feststellung unterstreicht für mich aber eigentlich nur, dass unser Thema sehr interessant ist. Wir suchen nach Fehlern in der Gesellschaft, die so alltäglich sind, dass wir sie nicht einmal mehr wahrnehmen.

Was ich mir notierte, beeindruckte mich und ich bin bereits gespannt noch mehr kleine Hässlichkeiten aufdecken zu dürfen.

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