Dienstag, 7. Dezember 2010

Lyrikübung 5

Der Baum er weht im Wind ganz still
und weil ich gar nicht lernen will,
dreh ich mich um und ruf dich an,
weil ich mir nichts mehr merken kann.

Ich sitze hier und schreibe Zeil`n,
wie soll ich das verein`?
Der Kopf ist leer, mir fällt nichts ein,
was kann so schwierig sein?

Müllers Tochter schreibt stehts Reime
emsig Arbeit kennt sie keine.
Blickt umher, gannz munter,lieblich,
Vater eilt, ist doch so friedlich.

Gottfried ist der beste Schwimmer,
zackig, quirrlig, furchtbar schnell,
scheint er manch eim`wie ein Spinner,
hat er doch ein dickes Fell.


Einige Gedanken:
Ich hatte meine Bedenken und Schwirigkeiten mit dem Jambus.-Dem fünfhebigen Jambus!
Ich erinnere mich wie ich jedes mal nur auf vier betonte Silben kam,und endlich,
da ist er: der vierhebige Jambus. Das schreiben fiel mir sichtlich einfacher und auch das reimen machte mir wenig Mühe. Ich fühlte mich plötzlich in einem Takt, als ob es "klick" gemacht hätte.
Ich glaube aber, dass es nicht daran lag,dass ich geübt hatte, sondern, dass dies eher mein "Stil" ist. Der Trochäus machte das Ganze dann noch besser. Ich glaube der Trochäus ist mein Metrum, wenn man das so sagen kann. Ich fühle mich mit ihm wohl, die Sätze scheinen mir zuzufliegen und er klingt schön.

Diese Übung hat mir bereits viel mehr Spass bereitet wie Letztere.

Gedichte sagen viel über einen Menschen aus und jeder Mensch hat seinen eigenen Stil und ich finde, dass jener in From von Gedichten sehr stark zur Geltung kommt, eben auch durch die Metrik, Kommas, Hebungen usw.

1 Kommentar:

  1. Katja,

    freut mich, dass du zu deinem Klickerlebnis gefunden hast. Und sein persönliches Metrum zu kennen ist auch nicht schlecht, oder? ;-)

    Rein metrisch gehen deine Zeilen auf, auch wenn ich sie jetzt nicht unbedingt hochwertig finde. Ich gebe dir für diesen Blogeintrag hier aber gerne eine 5, weil ich deine zusätzlichen Gedanken sehr wertvoll finde. Mehr davon!

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