Terzett
Es sind die Geier, die kreisen,
sind gefährlich und doch so schön,
um uns endlich zu verspeisen
sie krächzen, wie sie uns verpöhn`
grausam und elegant zugleich,
wie sie es mögen wenn sie stöhn`
Ihr Herz ist hart, des Opfers weich,
keine Gnade kennen sie gar,
sie beenden den letzen Streich.
Rubai 5-hebiger Jambus
Unangemessen schnell fährt Doktor Maus,
der beste Arzt unbestritten hier,
heraus aus seinem teuren Riegelhaus,
Auch ist`s doch erst kurz vor der Vier.
"warum so eilig? Fliehn`kannst du nicht mehr"
die Katze sagt: "komm lieber gleich mir her!"
Ich wäre froh um einen Kommentar, bewerten lassen will ich den Blog jedoch nicht
Zu den Titeln:
AntwortenLöschenPass auf, dass du die richtig verwendest. Ein Terzett meint lediglich eine 3-zeilige Strophe. Wenn du aber zusätzlich mit dem verzahnten Reimschema arbeitest, so ist das eine Terza Rima, wie bei Dante.
Und was du hier unter 'Rubai' anfügst, ist keiner. So wie das dasteht, ist das eine 6-zeilige Strophe mit dem Reimschema ABABCC (Im Buch wird das einfach noch als zusätzliches Beispiel angeführt.). Ein Rubai ist ganz klar eine offene Strophenform mit 4-Zeiligen Strophen: AABA-CCDC-EEFE...
Aber zu deinen Gedichten: Die Reime in der Terza Rima funktionieren, auch wenn natürlich 'schön/verpöhn'/stöhn'/ nicht so elegant ist. (Wenn du die zweite Zeile in in 'die gefährlichen und doch schönen' umwandelst, hast du das Problem nicht.)
Im zweiten Gedicht funktionieren die Reime. Bei Metrum habe ich meine Schwierigkeiten mit der zweiten Zeile:
'der beste Arzt unbestritten hier,'
lese ich -/-//-/-/
Du siehst, nur 9 Silben: Zuerst zwei Jamben und dann 3 Trochäen, wobei die letzte unbetönte Silbe fehlt. Die 4 Zeile dann hat nur 4 Hebungen.