Montag, 11. Oktober 2010

Arbeitsjournal 6-Reflexion

Na endlich! Die ganze Sache wird mit dem letzten Punkt in diesem Blogeintrag beendet sein! Halleluja!!!

Diese sieben Wochen waren ziemlich speziell. Man musste sich an der Nase nehmen, Disziplin war gefragt!
Diese Disziplin aufzubringen, war nicht immer einfach, vor allem dann nicht, wenn andere sich Woche für Woche freie Nachmittage gönnten. Wir mussten uns immer wieder daran erinnern, dass dies hoffentlich auch Auswirkung auf die Noten haben wird, oder die Arbeit ganz einfach zu Hause erledigt werden muss.
Ich muss dazu aber sagen, dass auch wir teilweise davon profitierten. Vor allem in der letzten Woche. Da wir so unglaublich im Stress waren, mit vielen Prüfungen und dieser Schnappsidee noch kurz eine Biografie schreiben zu müssen, kam es uns zu gute, dass wir unseren Zeitplan strikt eingehalten hatten, und bereits eine Woche vor Abgabetermin fertig waren. Somit konnten wir jenen Dienstagnachmittag für die allseits geliebte Mathematik aufwenden.

Ich erwähnte bereits in einigen Arbeitsjournalen, dass die Zusammenarbeit sehr zeitrauben und ermüdend war, obwohl wir uns gut ergänzten. Die Unsicherheit, dass es dem anderen nicht gefällt, bleibt. Manchmal hätte man lieber einfach nur geschrieben, einfach was einem einfällt, ohne jegliches Nachfragen, aber vielleicht auch ohne gute Einwände oder Verbesserungsvorschläge.

Eine weitere Schwierigkeit entstand, wenn jemand krank war. Leider war dies in meiner Gruppe zwei Mal der Fall und wir mussten übers Telefon an die Sache ran.

Wie Chiara bereits in ihrer Reflexion schreibt, finde auch ich ein mündliches Feedback um einiges sinnvoller, vor allem auch, weil nicht alle Klassen dieses letze Arbeitsjournal verfassen müssen und somit jegliche Punkte bei der Diskussionsrunde wiederholt werden !Ausserdem, hatte ich bereits viele Punkte in den letzen Arbeitsjournalen eingebracht, da dies doch Teil der Aufgabe war? Mit diesem Punkt komme ich bereits zu einem nächsten negativen Aspekt.

Meiner Meinung nach wurde uns zu wenig gesagt, was eigentlich verlangt wird; sowohl im Arbeitsjournal, als auch in der Reportage selbst.
Nur wenige Anhaltspunkte wären eine enorme Hilfe gewesen. Ich weiss nicht ob dies Teil des selbstorganisierten Lernens hätte sein sollen, oder ob es ganz einfach am Zeitmangel lag. Ich hoffe auf die zweite Variante.

Etwas mühsam fand ich auch die ersten 3 Lektionen, es wurde unglaublich viel, aber vor allem unglaublich unnützes Zeug geredet (dabei spreche ich keines Wegs von Ihnen, Herr Lutz). Dabei ging wertvolle Zeit verloren, die für wichtige informelle Dinge hätte verwendet werden können!

Um auch noch etwas Positives zu nennen, muss ich sagen, dass mir das Blatt, das verteilt wurde, sehr geholfen hatte, da es der bevorstehenden Arbeit etwas Struktur verlieh, und einen etwas durch die ganze Sache durchführte. Sehr zufrieden war ich auch mit den Themen. Ich hätte wohl jedes Thema wählen können, mir sind von Anfang an zu jedem einzelnen tausend Ideen eingefallen.

Nun aber doch noch zum fettesten Minuspunkt: das berühmt-berüchtigte Arbeitsjournal!

Ich weiss, Sie hören das wahrscheinlich immer und immer wieder und Sie denken sich dabei immer und immer wieder, dass wir ganz einfach den Nutzen daran nicht erkannt haben!

Ehrlich gesagt, weiss ich nicht genau ob ich ihn erkannt habe. Einerseits sehe ich durchaus ein, dass eine wöchentliche Schreibübung Sinn macht. Ich sehe jedoch auch, dass sie sehr viel Aufwand und Geduld benötigt, vor allem wenn sie knallhart benotet wird.
Auch, dass man Gedanken festhält und sich überhaupt bewusst wird, was man entdeckt hat, finde ich einen guten Aspekt, der mir schlussendlich auch bei dem Verfassen der Reportage geholfen hat, da ich all diese Gedanken bereits einmal aufgeschrieben und durchdacht hatte. Doch andererseits weiss ich bis heute nicht, was sie genau wollten!?

Ich übertreibe nicht, wenn ich Ihnen sage, dass ich mir wirklich Mühe mit diesem Arbeitsjournal gegeben habe. Sie verstehen sicher, dass es dann eine ziemliche Enttäuschung ist, für den Aufwand eine 4.5 zu erreichen, während andere Klassen mit 10 Zeilen Tagebuch, Noten klar über 5 absahnten. Ich hörte von vielen kassenübergreifenden Gruppen, dass sie das Arbeitsjournal zusammen verfasst hatten und für quasi identische Texte völlig verschiedene Noten bekommen hatten.
Ebenfalls beschäftigte mich den Vergleich von Noten und den dazugehörigen Texten innerhalb der Klasse. Während ich in sehr gut benoteten Texten vor allem ein Tagebuch und eine Aufzählung des Stundenplans fand, las ich Texte, bei denen wirklich das Deutschprojekt im Zentrum stand, die nicht sehr gut benotet waren. Wie gesagt, für mich, und ich denke für sehr viele andere, war nicht klar, was genau verlangt wird!

Ich freue mich, dass wir den Text beendet haben und ich finde er ist gut herausgekommen, ausserdem bin ich durch unsere Themenwahl auf etwas aufmerksam geworden, dass auch ich vorher oft übersehen hatte, ich mache mir nun öfter Gedanken und ich hoffe wir geben diese Gedanken durch unseren Text einigen Leuten weiter.

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