Die Musterhaftigkeit ist eine Eigenschaft, die sich in jedem Text wiederfinden lässt. Verbunden mit Verknüpfungshinweisen lässt uns die Musterhaftigkeit sofort erkennen in was für einer Art der Text aufgebaut und verfasst ist. Musterhaftigkeit bezieht sich nicht nur auf den Inhalt, sondern auch auf den Schreibstil. So ist im Falle eines Gedichts durch den Reim ein gutes Beispiel für charakteristische Musterhaftigkeit erkennbar. Die Beschaffenheit oder auch Musterhaftigkeit eines Textes basiert auf den anderen Textualitätshinweisen. Liest man also z.B den Satz „Es war einmal“, so verbindet bzw. verknüpft man dies automatisch mit einem Märchen. Ein Märchen besitzt wiederum eine bestimmte Musterhaftigkeit, also z.B den Aufbau der Sätze. Die Sprachlichkeit spielt demnach eine wichtige Rolle.
Ein weiteres Exempel wäre ein Kochbuch: Ausdrücke wie „man nehme“ sind uns wohl bekannt und nur schon der Titel „Betty Bossi“ lässt uns erahnen wie das Buch aufgebaut ist und was für einen Inhalt es wohl haben wird. Die Vertrautheit mit den Ausdrücken und Sätzen ist hier wichtig.
Die Musterhaftigkeit schränkt unser Denken soweit ein, dass wir auf ein Genre aufmerksam werden oder es uns zumindest erahnen. Aber nicht nur Ausdrücke weisen auf die Musterhaftigkeit eines Textes hin. Bereits der typische gelbe Einband des Dudens lässt uns an die Struktur des Wörterbuchs denken. Wir stellen uns das Alphabet vor und wie die vielen Wörter darunter aufgelistet sind. Der Duden besitzt immer dieselbe Musterhaftigkeit; davon gehen wir aus.
Für eine knappe Erklärung des Begriffs Musterhaftigkeit verwende ich das naheliegendste Beispiel: das Muster.
Ein Muster ist eine Abfolge bespielsweise von Linien, die sich immer wieder gleich „schlängeln“. Der Aufbau der Linien lässt uns erahnen wie es weitergehen wird und wir erkennen die Struktur des Musters: die Musterhaftigkeit!
Donnerstag, 27. August 2009
Samstag, 22. August 2009
Andorra-so alt und doch so neu
Ich las Andorra vor ca. einem halben Jahr. Wir hatten den Auftrag bekommen dieses kleine, so unbedeutend aussehende Taschenbuch in der Schule zu lesen.
Ich bekam also eines der Exemplare: Andorra, Stück in zwölf Bildern, Max Frisch.
Ehrlich gesagt klang dis für mich nicht sonderlich interessant und ich stellte mich auf einen relativ langweiligen Unterricht ein.
Schliesslich begannen wir zu lesen.
In langen Dialogen erzählt Max Frisch von Andri, dem Juden, der nur wegen seinem "Judensein" als anders angesehen wird. Er wird zwar nicht sonderilch schlecht behandelt, aber doch immer nicht wie die Anderen. Dises Gefühl des Nicht-dazugehörens begleitet einem das ganze Buch hindurch und man fühlt dem Jungen richtig nach. Ich verstand nicht richtig was mein Leher damit meinte als er sagte: "Dieses Buch gehört zu den besten der deutschen Literatur."
Erst Wochen später als ich es schon längst fertig gelesen hatte, begann ich über die Geschichte und das Schicksal dieses Jungen nachzudenken.
Ich stellte mir Fragen um Fragen:
Wieso machte niemand den Mund auf, als Andri verurteilt wurde, einen Mann getötet zu haben, obwohl dies gar nicht möglich war? Warum war die Menschlichkeit der Dorfbewohner nicht grösser als ihre eigene Angst? War es denn gerecht gewesen diesem Jungen das Andersein beinahe aufzudrängen? War er es nicht der am menschlichsten war? Und vorallem stellte sich mir die Frage:
Ist es nicht Heute genau so?
Wir alle wissen von den Kriegen, von der Brutalität, die täglich auf unserer Welt geschehen. Hier, dort und überall. Ob direkt vor unseren Augen oder meilenweit entfernt; wir wissen davon! Und doch ändert sich nichts. Ich denke Max Frisch hat sich genau diese Fragen auch gestellt und er versuchte genau mit diesem Buch all diese Gedanken auszusprechen, um uns endlich aufzuwecken. Diese Geschichte ist zeitlos, denn die Menschen werden wahrscheinlich nie daraus lernen und so werden sie für immer teil dieser Geschichte sein.
Wenn man mich fragen würde: "Magst du "Andorra"?", würde ich wahrscheinlich mit nein antworten. Ich mag die Geschichte nicht, sondern den Gedanken dahinter.
Andorra..so alt und doch so neu.
Ich bekam also eines der Exemplare: Andorra, Stück in zwölf Bildern, Max Frisch.
Ehrlich gesagt klang dis für mich nicht sonderlich interessant und ich stellte mich auf einen relativ langweiligen Unterricht ein.
Schliesslich begannen wir zu lesen.
In langen Dialogen erzählt Max Frisch von Andri, dem Juden, der nur wegen seinem "Judensein" als anders angesehen wird. Er wird zwar nicht sonderilch schlecht behandelt, aber doch immer nicht wie die Anderen. Dises Gefühl des Nicht-dazugehörens begleitet einem das ganze Buch hindurch und man fühlt dem Jungen richtig nach. Ich verstand nicht richtig was mein Leher damit meinte als er sagte: "Dieses Buch gehört zu den besten der deutschen Literatur."
Erst Wochen später als ich es schon längst fertig gelesen hatte, begann ich über die Geschichte und das Schicksal dieses Jungen nachzudenken.
Ich stellte mir Fragen um Fragen:
Wieso machte niemand den Mund auf, als Andri verurteilt wurde, einen Mann getötet zu haben, obwohl dies gar nicht möglich war? Warum war die Menschlichkeit der Dorfbewohner nicht grösser als ihre eigene Angst? War es denn gerecht gewesen diesem Jungen das Andersein beinahe aufzudrängen? War er es nicht der am menschlichsten war? Und vorallem stellte sich mir die Frage:
Ist es nicht Heute genau so?
Wir alle wissen von den Kriegen, von der Brutalität, die täglich auf unserer Welt geschehen. Hier, dort und überall. Ob direkt vor unseren Augen oder meilenweit entfernt; wir wissen davon! Und doch ändert sich nichts. Ich denke Max Frisch hat sich genau diese Fragen auch gestellt und er versuchte genau mit diesem Buch all diese Gedanken auszusprechen, um uns endlich aufzuwecken. Diese Geschichte ist zeitlos, denn die Menschen werden wahrscheinlich nie daraus lernen und so werden sie für immer teil dieser Geschichte sein.
Wenn man mich fragen würde: "Magst du "Andorra"?", würde ich wahrscheinlich mit nein antworten. Ich mag die Geschichte nicht, sondern den Gedanken dahinter.
Andorra..so alt und doch so neu.
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