Vergangene Woche besuchte ich zum ersten mal das Schauspielhaus. Ich freute mich sehr auf die Vorstellung und wurde nicht enttäuscht.
Das Stück gefiel mir sehr gut!
Der Anfang:
Ich hatte nicht damit gerechnet, dass der Anfang so gestaltet sein würde. Die Lösung mit den Stimmen und Geräuschen, statt richtigen Schauspielern und Requisiten auf der Bühne kam überraschend. Ich muss aber sagen, dass ich die Lösung sehr geschickt fand. So konzentrierte man sich von Anfang an auf die Persöhnlichkeit Trap`s und auf seinen ständigen Begleiter: die Panne.
Die Schauspieler:
Ich denke ich kann, auch wenn ich nich allzu viel Erfahrung habe sagen, dass keiner der Schauspieler abgefallen ist. Sie waren allesamt hervorragend. Ich würde mich schwer daran tun, zu sagen wer jetzt nun der Schlechteste der Guten war, denn ich fand wirklich alle perfekt in ihren Rollen.
Requisiten, Bühnenbild, Licht & Musik:
Auch hier kann ich nur Loben. Das Bühnenbild beeindruckte und die Requisiten waren schlicht aber durchaus ausreichend.
Das Licht war meiner Meinung nach in Verbindung mit der Musik Spannung pur. Sie unterstrichen wichtige Szenen und hoben kleine Momente, die man vielleicht sonst anders wahrgenommen hätte, gezielt hervor.
Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass mir in dem Stück manchmal etwas mulmig zumute war. Ich war froh, hatte ich Cristiana und Camilla neben mir.
Inszenierung:
Ich fand die Inszenierung extrem gut. Obwohl ich das Stück nicht vollständig kannte, hätte ich es mir anders vorgestellt. Mir war nicht klar, wie viel man aus dieser Geschichte herausholen kann. Die einzelnen Charakteren harmonisierten mit einander und mit der Geschichte. Man fühlte sich in das Stück hineingezogen. Auch hatte ich nicht damit gerechnet, dass ich so viel lachen würde. Hauptsächlich lag das am Bizarren des Stückes. Es war die perfekte Mischung aus Komödie und Tragödie. Obwohl man viel gelacht hatte und einige Szenen leicht ironisch oder sarkastisch daherkamen, blieb mir die Geschichte, die im Grunde sehr tragisch ist. Ich konnte, als ich den Saal verliess, nicht auffhören zu denken, wie schlimm die Geschichte eigentlich ist. Ich weiss, dass man ihn, wenn man genug lange auf einen Menschen einredet, in irgendeine Position bringen kann und dass er an jegliche Dinge zu glauben beginnt, wenn man ihn nur genug lange damit konfrontiert. Dieser Fakt macht mir zu schaffen, er macht mir Angst; nicht zuletzt auch, weil jeder von uns wahrscheinlich schon eimal in eine solche Situation gekommen ist.
Im Grossen und Ganzen hat mich der Theaterbesuch schwer beeindruckt.
Das einzige winzige Kriterium, dass ich anzumerken hätte wäre, dass mir die Pause gefehlt hat.
Ich kann nicht sagen, ob das Stück dann vielleicht weniger gewirkt hätte, doch gegen Schluss wurden die Sitze dann doch ziemlich unbequem und ich sehnte mich nach dem Ende.
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